Potenzstörung

Ursache

Ist sehr selten angeboren.

Beim jungen Mann meist durch Unerfahrenheit und hohe Erwartungen bedingt. Gleiches gilt auch für das zu „frühe Kommen“ (Ejacultio präcox). Beides ist durch Information und Beratung behandelbar. Manchmal zusätzlich Psychotherapie und Medikamente.

Beim Mann in den besten Jahren führen meist berufliche und private Überlastungen und Störungen in der Partnerschaft zu Problemen mit der Lust und Potenz.

Beim älteren Mann sind für Potenzbeschwerden ursächlich meist Durchblutungsstörungen, Allgemeinerkrankungen, Medikamente, Alkohol und Nikotin, selten Hormonmangel (Testosteron) verantwortlich.

Die Abklärung besteht in einer Erhebung der Krankengeschichte, Fragen zur persönlichen Situation und der Beziehung, Hormonbestimmung und Untersuchung.

In die Entscheidung zur Behandlung sollte die Partnerin einbezogen werden. Dazu kann auch ggf. eine Paarberatung oder Sexualtherapie hilfreich sein.

Dank Viagra, Levitra und Cialis gibt es heutzutage wirksame Medikamente. Sie werden nur vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen, nicht ständig. Nebenwirkungen sind in der Regel selten. Nur sehr alte, schwer herzkranke Männer, die zudem noch vielen Medikamente einnehmen, sollten diese Medikament nicht einnehmen.

Erfreulicherweise sind nach Ablauf des Patentschutzes von Viagra die Preise für diese Medikamente sehr stark gesunken.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind die Schwellkörper-Selbst-Einspritzungstechnik (SKAT), die Vakuum-Erektionshilfe und die Penisprothese. Und manchmal können sich auch Paare mit der Erektionsschwäche abfinden und die Liebe und Zuneigung anderes miteinander leben.